Lektion 9

Das wichtigste Werkzeug zur praktischen Arbeit bist natürlich - du selbst. Du brauchst nichts außer deinem Verstand um magisch arbeiten zu können. Dennoch sind Ritualgegenstände und ein Ort zum arbeiten sehr hilfreich. Viele entscheiden sich, ihre Arbeit an einem bestimmten Ort in der Natur, oder "in ihrem Inneren" durchzuführen. Diese Methode erfordert eine sehr hohe Konzentrationsfähigkeit und einen starken Willen. Um diese Methode zu nutzen sollte täglich meditiert werden, um die Konzentration zu üben und die Gedanken zum Einhalt zu bringen.


Ein Altar ist ein Ort, an dem du deine Materialien aufbewahrst, deine Zauber und Rituale vollziehst und auch meditierst. Es ist dein persönlicher Ort.

Die meisten bevorzugen einen hölzernen Altar, aber er kann natürlich auch aus anderen Materialien bestehen. Dies kann ein Tisch sein, wenn du nicht so viel Platz hast kannst du auch ein Nachtschränkchen nehmen oder du verwendest ein kleines Regal.

Traditionell wird ein Altar so platziert, dass du, wenn du davor stehst, in Richtung Osten blickst. Dies soll den Fluss der Energien verbessern. Wenn sich eine andere Richtung für dich besser anfühlt, dann verwende diese.

Meist sind auf einem Altar mindestens 2 Kerzen, entweder für das männliche und das weibliche, oder für einen Gott und eine Göttin. In der Mitte des Altars ist meist ein Pentakel; in der Mitte wird auch gearbeitet. Auf dem Altar sind meist noch Athame, Stab, Kessel, Glocke, Kelch, Räucherstäbchenhalter, usw. Wenn du Platz hast, kannst du auch dein Buch der Schatten auf dem Altar platzieren.

Wir empfehlen dir, vor allem am Anfang, jedes der fünf Elemente auf deinem Altar zu repräsentieren. Wenn du dich später entschließt mit Wesenheiten, wie z.B. Gottheiten zu arbeiten, kannst du die Repräsentation der Elemente auch weglassen und stattdessen Repräsentationen zu wählen, die zum Zweck des Altars passen.


Beispielhafte Repräsentationen

Erde

  • Erde aus deinem Garten oder einem Wald
  • Steine
  • Dunkle, braune, oder grüne Kristalle
  • Salz
  • Pflanzen
  • ...

 

Feuer

  • Eine Kerze
  • Streichhölzer
  • Ein trockener Stock ohne Rinde
  • ...

 

Luft

  • Eine Feder
  • Eine Origami-Figur
  • Ein Bild des Himmels
  • ...

 

Wasser

  • Eine Muschel
  • Korallen
  • Eine Schale mit Wasser
  • Perlen
  • ...

 

Äther

  • Bergkristall
  • Ein Pentakel
  • ...

 

Göttin (oder Weiblichkeit)

  • Mondstein
  • Ein Spiegel
  • Silber
  • Der Dreimond
  • Eine Figur/ Statue
  • ...

 

Gott (oder Männlichkeit)

  • Eicheln
  • Knochen
  • Gold
  • Eine Figur/ Statue
  • ...

Ein Altar zum mitnehmen

Wenn du keinen Platz hast um dir einen Altar zu errichten, oder nicht möchtest, dass jemand davon erfährt, dann ist das hier vielleicht die richtige Methode für dich.

Du kannst entweder deine Ritualmaterialien in ein Tischtuch hüllen und so immer wieder auf- und abbauen, oder du erstellst dir einen kleinen portablen Altar. Dazu kannst du eine Holzschatulle, einen Schuhkarton, eine Pfefferminzdose, eine Zigarrenschachtel, etc. nehmen.

Je nachdem wie groß deine Box ist, kannst du oben drauf deine Zauber und Rituale vollziehen. Dafür sollte ein Pentakel oder eine Sigille in die Mitte des Deckels gemalt werden. In die Ecken kannst du z.B. die Elementarzeichen malen.

In deinem portablen Altar kannst du alles aufbewahren, was dich bei deiner praktischen Arbeit unterstützt. Zum Beispiel: Ein paar Gläschen mit Salz oder Kräutern, eine kleine Schale zum Räuchern, gekürzte Räucherstäbchen, ein oder zwei Teelichter, ein Feuerzeug, Edelsteine, Mini Tarot Karten, ...


Dies hier ist alles nur Inspiration. Dein Altar ist etwas persönliches und es gibt kein richtig, oder falsch.