Lektion 7

Der Mond ist schon faszinierend, so auch für Hexen.

Im Wicca kommt dem Mond noch einmal eine besondere Rolle zu Teil, denn er repräsentiert die Göttin. Hier stellen wir dir nun die einzelnen Mondphasen vor und erklären dir, was sie bedeuten. Außerdem erklären wir, was ein Esbat ist.


Dunkelmond Der Dunkelmond ist das, was umgangssprachlich häufig fälschlicherweise Neumond genannt wird. Dunkelmond ist dann, wenn der Mond wirklich gar nicht zu sehen ist. Diese Phase sollte eher nicht für Zauber verwendet werden, es eignet sich an diesem Tag sehr Schattenarbeit zu betreiben, oder Reflektiere, was du im letzten Mondzyklus erreicht hast. Auch Meditation, Astralreisen und Selbstpflege sind zu dieser Zeit sehr von Vorteil. Nimm dir viel Zeit für dich selbst, tue deinem Körper etwas gutes und bereite dich auf den neuen Mondzyklus vor.

 

Neumond Ein neuer Mondzyklus beginnt; der Mond ist noch klein, aber du kannst ihn schon sehen. Diese Mondphase eignet sich für alles, was mit Neubeginn und Heilung zu tun hat. Auch persönliches Wachstum, sowie Wohlstand sind Themen, die zu dieser Mondphase gut passen. Jetzt ist es gut, neue Intentionen zu setzen, sich Dinge vorzunehmen und Ziele zu setzen.

 

Zunehmender Halbmond Diese Mondphase ist, wenn der Mond genau halb voll ist. Dieser Zeitpunkt eignet sich, um Dinge zu verfestigen, sowie Manifestationen zu verdeutlichen. Sich neuen Aufgaben zu stellen und mehr Bewusstsein für seine Umwelt zu haben sind empfehlenswert. In dieser Zeit ist es besonders leicht, mit seinem Begleiter zu kommunizieren.

 

Zunehmender Mond Diese Phase beginnt schon vor dem Halbmond und geht hinterher weiter. Sobald der Mond deutlich zu erkennen ist beginnt sie, wenn er halb voll ist macht sie Pause, und wenn der Halbmond vorbei ist geht sie weiter, so lange, bis der Mond komplett gefüllt ist. An diesen Tagen eignen sich alle Zauber, die etwas anziehen sollen. Auch die Aussaat von Pflanzen ist zu dieser Zeit sehr günstig.

 

Vollmond Der Vollmond dauert drei Tage, eben wenn er zu mindestens 96% voll zu sehen ist. An diesen Tagen herrscht die meiste Energie. Rituale und Zauber zum Thema Schutz eignen sich besonders. Auch Divination wird an diesen Tagen oft betrieben und Kräuter können geerntet werden.

 

Abnehmender Mond Wie auch beim zunehmenden Mond ist dies die Zeit zwischen Voll- und Restmond, außer an Halbmond. Alles, was mit Bann und Abwehr zu tun hat, ist an diesen Tagen günstig.

 

Abnehmender Halbmond Am abnehmenden Halbmond ist es gut, sich um seine Mitmenschen zu kümmern. Den Senioren von gegenüber beim Rasenmähen helfen, Streitigkeiten beenden und seine Liebsten überraschen. Am letzten Halbmond vor Winterbeginn sollten nicht winterharte Pflanzen eingetopft und nach drinnen gebracht werden. Im restlichen Jahr können zu dieser Zeit tote Pflanzen entfernt werden. Du kannst nicht nur etwas nettes für deine Mitmenschen tun, sondern auch für die Natur. Sammle zum Beispiel Müll aus dem Wald, bringe ein kleines Opfer dar, oder füttere ein paar Tiere, wie Raben, Eichhörnchen, Rehe und kleine Vögel, je nachdem, was alles in deinem Garten vorkommt. Du musst nichts aufwendiges tun, tu was in deinen Möglichkeiten steht und sich für dich richtig anfühlt. Diese Phase ist auf jeden Fall der Zeitraum der Dankbarkeit.

 

Restmond Bald ist der Mondzyklus vorbei, ein wenig vom Mond ist noch zu erkennen, doch in wenigen Tagen wird er komplett verschwunden sein. Erledige Dinge, die du dir vorgenommen, aber noch nicht geschafft hast. Nimm dir ein wenig Zeit für dich selbst und sei stolz auf dich, für all das, was du erreicht hast!


13 Esbats in einem Jahr

Als Esbat bezeichnet man die rituelle Feier eines Vollmondes. Jeder Vollmond hat andere Korrespondenzen und einen anderen Namen. Hier einmal ein kurze Übersicht:

 

Januar Wolfsmond - Die Natur kehrt aus ihrem Winterschlaf zurück und das neue Jahr bringt auch neues Leben.

 

Februar Schneemond - Bald ist der Frost vorbei, die Felder können wieder bestellt werden, das Grün kehrt endlich zurück.

 

März Wurmmond - Pflanzen werden ausgesäht und beginnen langsam zu wachsen. Der Regenwurm symbolisiert dies.

 

April Eiermond - Ostara ist gerade vorbei. Das Leben ist wieder da, Tiere bekommen Kinder, Pflanzen gedeihen.

 

Mai Blumenmond - Die Blumen Blühen, die Fruchtbäume bekommen langsam Knospen.

 

Juni Erdbeermond - Die ersten Früchte fangen an zu reifen.

 

Juli Sturmmond - Der Sommer ist an seinem Höhepunkt; Oft gibt es jetzt noch einmal ein Sommerregen.

 

August Kornmond - Es ist Lughnasadh, das Korn wird geerntet.

 

September Früchtemond - Es ist Mabon, die Früchte und das Obst werden geerntet.

 

Oktober Jägermond - Früher mussten zu dieser Zeit Tiere geschlachtet werden, da es noch keine Heizungen in Ställen gab.

 

November Frostmond - Es ist wieder kalt auf Erden und der erste Frost kommt. Empfindliche Pflanzen sollten spätestens jetzt abgedeckt, oder nach drinnen geholt werden.

 

Dezember Mond der langen Nächte - Dies bezieht sich auf die Rauhnächte, das Jahr ist schon lange vorbei, aber ein neues beginnt noch nicht.

 

13. Vollmond Wenn es einen 13. Vollmond gibt, das ist nicht in jedem Jahr der Fall, dann hat dieser eine sehr besondere Energie. In der ersten Hälfte des Jahres wird er Blutmond genannt, in der zweiten Hälfte des Jahres Blaumond.