Lektion 4

Visualisierung ist eine häufige Technik in der Magie und wichtiger als jedes Ritualwerkzeug. Zum Einsatz kommt Visualisierung in vielen Ritualen, ganz prominent zu nennen wäre wohl das Ziehen eines Schutzkreises. Das Visualisieren hilft uns, unsere Energie auf ein bestimmtes Ziel zu konzentrieren. Da unser Unterbewusstsein keine Sprache versteht, muss dies anhand von Bildern geschehen und um diese zu halten und auch mit offenen Augen zu sehen, visualisieren wir. Die Visualisierung hilft uns dabei Dinge zu sehen, die physisch gerade nicht vorhanden sind. Dadurch lernen wir Energien zu sehen oder Wesenheiten, die physisch nicht greifbar und sichtbar sind. Hier werden dir jetzt mehrere Übungen vorgestellt. Beginne mit der ersten, wenn sie dir leicht fällt mache mit der nächsten weiter, und so weiter.


Übung 1 Setze oder lege dich mit geschlossenen Augen bequem hin und entspanne deinen Körper. Atme tief ein und aus und lass deinen Geist zur Ruhe kommen. Es werden dir dabei viele Bilder durch den Kopf gehen. Wähle eines aus und halte es fest - lass keine anderen Bilder dazwischenkommen. Konzentriere deine Gedanken auf dieses eine Bild. Halte es so lange fest, wie du kannst, und lass es erst dann wieder los. Beende danach die Übung. Versuche, das Bild eine Minute lang festzuhalten.
Übung 2 Nimm dir einen Gegenstand - es empfiehlt sich ein Apfel oder ein geometrisches Objekt - und betrachte es. Fühle es in deinen Händen und studiere jedes Detail - die Schatten, die auf es fallen, seine Beschaffenheit, die Farbe, vielleicht sogar seinen Geruch. Nachdem du es gründlich studiert hast, schließe die Augen und betrachte das Objekt noch einmal - diesmal mit geschlossenen Augen. Betrachte es nur mit deiner Fantasie, durch die Kraft deiner Visualisierung. Kannst du das Objekt klar vor deinem inneren Auge sehen? Dann fahre mit der nächsten Übung fort.
Übung 3 Stelle dir einen Gegenstand vor, den du vorher nicht betrachten konntest. Zum Beispiel ein Schleier aus Samt, er ist rot, sanft und leicht. Er liegt in deiner Hand und umschlingt diese ganz sanft. Schließe deine Augen und Atme ganz ruhig. Kannst du ihn sehen? Versuche nun, den Gegenstand zu spüren. Ist er schwer? Ist er warm? Nutze alle deine Sinne, um den Gegenstand vor deinem inneren Auge so genau wie möglich zu erschaffen.

Übung 4 Nimm erneut einen Gegenstand, wie in Übung 2. Betrachte ihn aber dieses Mal nur, fasse ihn nicht an. Lege ein Tuch darüber so, dass du ihn nicht mehr sehen kannst. Entspanne dich und visualisiere den Gegenstand in deiner Hand, lasse aber dieses Mal deine Augen geöffnet. Kannst du ihn sehen? Versuche dieses Bild festzuhalten, egal wie genau es ist. Fühle den Gegenstand, erschaffe ihn durch die Kraft deiner Gedanken.